Spargel – ein Gemüse mit vielen gesundheitlichen Vorteilen!

Spargel – das königliche Gemüse: ein Highlight nicht nur aus kulinarischer Sicht, sondern auch hinsichtlich einer gesunden Ernährung.

Erfahre mehr über die positive Wirkung des Spargels auf deinen Körper und lerne eine neue frisch-fruchtig-spicige Form seiner Zubereitung kennen.

SPARGEL – edel – schlank – gesund!

Wir befinden uns inmitten der Spargelzeit. Grund genug, dieses edle Stangengemüse hinsichtlich seiner gesunden Wirkung einmal näher zu beleuchten.

ALLGEMEINES

Spargel enthält nur wenige Kalorien, steckt aber voller Mineralien und Vitamine, ist damit eine der nährstoffhaltigsten Gemüsesorten und sehr gesund, egal ob grün oder weiß. Bei uns in Deutschland wird ehr der weiße Spargel bevorzugt. Je weiter man gen Süden geht, also schon ab der Schweiz, findet man in der Küche überwiegend den grünen Spargel. Dieser wächst über der Erde und produziert durch die Sonneneinstrahlung den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Hierdurch enthält er auch mehr Vitamin C und Betacarotin als sein weisser Bruder und schmeckt etwas herzhafter.

 

 NHKT-TIPP: für einen weichen angenehmen Geschmack sollte grüner Spargel auf jeden Fall, entgegen vieler Hinweise, auch ab dem oberen Drittel geschält werden.


Aufgrund der zunehmenden Popularität von Spargel weltweit gibt es inzwischen auch neuere Züchtungen mit violetten, rosa oder bläulichen Farbtönen.

Für viele Deutsche ist Spargel die Königin unter den Gemüsen und die Spargelsaison viel zu kurz. Frisch gibt es ihn nur zwischen April und Juni. An Johanni, also dem 24. Juni, wird die Spargelernte traditionell beendet, um den Pflanzen danach genug Zeit für die Regeneration zu geben, in der sie sich erholen und im Wurzelstock genug Kraft und Reserven fürs nächste Jahr sammeln zu können.

Schon gewusst? Auch in der Naturheilkunde spielt der Johannistag eine wichtige Rolle: An diesem Tag wurden früher von den “Johannisweiblein” (kräuterkundige Frauen) die Heilpflanzen und Kräuter für die Hausapotheke gesammelt.

GESUNDHEITSASPEKT

Spargel (Asparagus officinalis) verdankt seinen Namen der Aminosäure Asparagin, die als Aromastoff den typischen Spargelgeschmack ausmacht. Asparaginsäure ist am Harnstoffzyklus beteiligt und kann von unserem Körper selber herstellen, wodurch ein Mangel also normalerweise auszuschließen ist.

  • Das Schlankmacher-Gemüse Spargel besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser und ist sehr kalorienarm. 100 Gramm entsprechen nur ca. 15 – 20 Kilokalorien. Dennoch ist er sättigend aufgrund der vielen enthaltenen Ballaststoffe wie z.B. Inulin, ein Mehrfachzucker, welcher schlecht verdaut wird und damit genau wie nicht lösliche Ballaststoffe für mehr Sättigung, und guten Stuhlgang sorgen. Inulin wirkt sich positiv auf die Darmflora aus, weil es Nährboden für gesunde Darmbakterien ist. Ein Kilo Spargel macht daher satt, setzt aber nicht an…….(wenn man auf die beliebte Sauce Hollandaise verzichtet…….)
  • 500 Gramm Spargel deckt den täglichen Bedarf an Vitamin C und Folsäure.
  • Spargel enthält darüber hinaus Vitamin K, die Vitamine B1, B2, B6, E.
  • Spargel ist reich an Mineralien wie Kalium (wirkt entwässernd und regt die Nierenfunktion an, wirkt blutdrucksenkend und ist wichtig für die Nervenreizleitung), Magnesium, Phosphor, geringen Mengen an Eisen, Jod, Natrium, Kupfer, Mangan, Zink, Fluor und Selen sowie Eiweiß und Bitterstoffe. Das macht ihn zu einer der nährstoffreichsten Gemüsesorten.
  • Spargel ist eine ausgezeichnete Quelle für Glutathion, welches entgiftet, das Immunsystem stärkt und antioxidativ wirkt.

ABER VORSICHT: Menschen, die an Harnwegsproblemen, Nierenerkrankungen oder Gicht leiden sollten Spargel nicht in großen Mengen essen. Die im Spargel enthaltenen Purine, natürliche Bestandteile bestimmter Nahrungsmittel, sind für diese Menschen ungünstig und können gegebenenfalls sogar Gichtschübe auslösen.


Literaturvorschläge:

Und zum guten Abschluss gibt es noch ein Rezept für eine Zubereitung von rohem Spargel, der durch den Erhalt der Vitamine und Mineralien etc. natürlich besonders gesund ist. Roher Spargel ist saftig und im Geschmack ehr nussig mit einer leicht süßlich fruchtigen Note. Ideal für eine Kombination mit der Saisonfrucht Erdbeere.


UNSERE REZEPTIDEE:

Fruchtiger Spargelsalat – Spargel mal ganz anders!

ZUTATEN

  • 500 g weißer Spargel
  • Erdbeeren (je nach Größe halbiert oder geviertelt)
  • Gemischter Blattsalat
  • Rucola
  • Holunderblütenessig (alternativ weisser Balsamico)
  • Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone, -Limette oder -Orange
  • 1 – 2 EL Holunderblütensirup
  • Zitronen-, Limetten- oder Orangenöl
  • Walnussöl
  • Zucker, Salz, Pfeffer, Ingwer (frisch gerieben oder als Pulver), Chilli
  • Pinienkerne
  • Frische Kräuter wie Schnittlauch, Kerbel und Kresse

ZUBEREITUNG

  1. Den Spargel waschen, schälen und das untere Ende abschneiden.
  2. Die Stangen mit dem Sparschäler der Länge nach in dünne Streifen schälen.
  3. Die Spargelstreifen in einer Schüssel mit Salz und Zucker vorsichtig mischen. Nach einer kurzen Zeit (ca. 5 min) werden die Streifen weicher und man kann diese weiter mit dem Salz und Zucker verkneten.

NHKT-Tipp: Stellen Sie die Schüssel leicht schräg auf, so dass sich das entstehende Spargelwasser gut von den Spargelstreifen trennen lässt.


  1. Die Streifen mindestens 15-30 min. ruhen lassen.
  2. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett langsam mit wenig Hitze unter Rühren vorsichtig goldgelb rösten und beiseitestellen.
  3. Inzwischen den Essig und Sirup mit dem Abrieb vermischen und mit Salz, Pfeffer und Chilli würzen. Jetzt das Öl mit einer Gabel unterschlagen, bis ein cremiges Dressing entstanden ist

 NHKT-Tipp: geben Sie alle Zutaten in ein fest verschließbares Marmeladenglas und schütteln Sie kräftig!

 


  1. Den Salat putzen und auf einem Teller anrichten.
  2. Die Flüssigkeit, die sich beim Spargel gebildet hat, abgießen und den Spargel in Nestern auf dem Salat anrichten
  3. Mit den Erdbeeren garnieren
  4. Das Dressing über den Spargel geben und Kräuter sowie Pinienkern darüber streuen.

Dazu schmeckt ein Weißbrot und ein leicht gekühlter Grauburgunder, Weissburgunder oder Rosé.


L E C K E R – Guten Appetit!!

ÜBRIGENS: Spargel gehört neben weiteren Gemüsesorten wie Schwarzwurzel, Chicorée, Topinambur, Zwiebeln, Artischocken, Lauch etc. zur Gruppe der Präbiotika. Was es damit auf sich hat erfahren Sie in Kürze auf dieser Website.