Sauerkraut einfach selber machen!

Die Erntezeit für die meisten Kohlsorten ist der Herbst und Winter, frischen Kohl findet man aktuell auf jedem Wochenmarkt, im Bioladen oder auch in vielen normalen Supermärkten! Ein wichtiges Utensil für die Herstellung von Sauerkraut ist der sogenannte Gärtopf, siehe Foto. Klassischerweise besteht dieser aus Ton und fasst Volumen von 10 – 20 Liter. Für kleinere  Mengen ab 1 – 2 Liter tut es aber auch ein Gärglas oder Einmachglas mit speziellem luftdurchlässigen Deckel oder einem Tuch, befestigt z.B. mit einem Gummiband statt einem normalen Schraubdeckel.IMG_3142

Ein 10 Liter fassender Gärtopf ist ziemlich groß und so finden schon 4 – 5 größere Kohlköpfe in diesem gut Platz :-) Der Weißkohl wird zerteilt, gewaschen, die Strünke entfernt und dann entweder mit einem Hobel oder einer Küchenmaschine oder aber einfach per Hand mit dem Küchenmesser zerkleinert,IMG_3168 dabei 4 – 5 große Kohlblätter zurück legen für später. Dann wird dieser in den Gärtopf aufgeschichtet, nachdem er mit Salz – wir bevorzugen Meersalz mit natürlich enthaltenen Meeresalgen – eingerieben bzw. gut vermengt wird. Bei der Menge an Salz kann man sich auf sein Gefühl verlassen, aber ruhig reichlich dazu geben, damit der Fermentationsprozeß ordentlich in Gang gesetzt wird!

Bei der Aufschichtung den zerkleinerten Kohl möglichst direkt immer fest zusammenpressen, entweder professionell ausgestattet mit einem speziellen Krautstampfer aus Holz oder aber per Hand oder mit einem anderen Hilfsgerät. Durch die Zugabe von reichlich Salz sowie dem Stampfen, bildet der Kohl schnell eigenen Saft, meist reicht dieser aber nicht ganz aus und es sollte zusätzlich noch etwa ein Liter Salzwasser dazu gegeben werden (für kleinere Mengen natürlich weniger!). Der Kohl sollte stets gut 4 – 6 Zentimeter mit dem Salzwasser bedeckt sein. Auf den letztmalig IMG_3177zusammengedrückten Kohl legt man sodann die zurückbehaltenen großen Kohlblätter (siehe oben), so dass er vollständig bedeckt ist. Oben auf werden nun die mit dem Gärtopf gelieferten Beschwerdesteine aus Ton gelegt, über welchen dann das zugefügte Wasser bzw. der Kohlsaft stehen sollte (Mischungsverhältnis für das zugegebene Wasser: etwa 2 – 3 Esslöffel Salz auf einen Liter).

Der Gärtopf wird schließlich mit dem Tondeckel geschlossen, die um diesen herumlaufende Wasserrinne wird mit Wasser aufgefüllt, so dass das Innere des Topfes möglichst luftdicht verschlossen bleibt. Hier sollte daher auf den Wasserstand geachtet und bei Bedarf immer wieder nachgegossen werden ;-)  IMG_3187

Der Topf wird nun 8 – 10 Tage oder bis zu 2 Wochen in der Küche bei normaler Raumtemperatur zum Ankurbeln des Gärvorganges gelagert, danach wird er an einen etwas kühleren Ort wie z.B. klassischerweise die Kellerräume verbracht. Ab und zu bietet sich ein Kontrollblick an, um einen ausreichenden Wasserstand zu gewährleisten und den Fortgang der Fermentation zu beobachten!

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Nach ca. 4 – 6 Wochen ist das Sauerkraut verzehrfertig und enthält natürlich gerade im rohen und ungekochten Zustand die meisten Vitamine.

Im Fermentationsglas ist das Ganze etwas einfacher, wichtig ist aber auch hier, dass der Kohl stets mit Wasser bedeckt ist.

Viele andere Gemüsesorten lassen sich ebenfalls fermentieren, auch kann dem Sauerkraut für bestimmte Geschmacksnuancen z.B. noch Paprika oder anderes Gemüse oder Gewürze wie z.B. Kümmel zugegeben werden. Dazu aber ausführlicher ein anderes Mal!

 

 

Ganz viel Spaß beim Nachmachen und anschließendem Genießen!

 

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