Natürliche Therapien gegen Migräne und Kopfschmerz

4 empfohlene Maßnahmen unseres Schirmherren Prof. Dr. med. Andreas Michalsen

Migräne ist eine extrem schmerzhafte Erkrankung. Jeder, der schon eine Migräneattacke erlitten hat, weiss, wie quälend die Kopfschmerzen und Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, sowie optische (Augenflimmern) oder sensible Wahrnehmungsstörungen (Taubheitsgefühl) sein können. Auch der reine Kopfschmerz oder auch chronischer Spannungskopfschmerz sind eine der übelsten Schmerzformen, die einem Menschen widerfahren können und bedeuten für Betroffene einen grossen Verlust an Lebensqualität. Auslöser sind neben der genetischen Komponente in den meisten Fällen Stress, Schlafmangel, hormonelle Faktoren und Ernährung. In der Regel greifen Betroffene zu starken Schmerzmitteln, die jedoch auf Dauer die Symptome sogar noch verschlimmern können.

Finden Sie hier vier Empfehlungen von Prof. Michalsen, mit natürlichen Mitteln einer Migräne und Kopfschmerzen entgegenzutreten. 

1. Ingwer

Ingwerwurzeln helfen bei Kopfschmerzen und Migräne. In einer Studie wurde die Wirkung von ½ Teelöffel Ingwerpulver mit einem modernen pharmazeutischen Migränemittel verglichen. Das Ergebnis zeigte gleiche Wirksamkeit beider.

Ingwerextrakt: ein starker Ingwertee mit 1 – 2 cm Ingwerwurzel in dünne Scheiben geschnitten, mit heissem Wasser übergießen und diesen bei beginnender Migräne trinken.

Ein Ingwerfußbad wird als asiatisches Hausmittel gegen Kopfschmerzen empfohlen. 

2. Bitterstoffe und bittere Nahrungsmittel

Beide haben in der Naturheilkunde eine lange Tradition. Schon Hildegard von Bingen oder gar Hippokrates (460 bis 370 v. Chr.) wussten: „Bitter im Mund, dem Magen gesund”. Prof. Michalsen empfiehlt ihren Einsatz bei sich ankündigender Migräne. Bitterstoffe sind u.a. enthalten in Artischocke, Endivie und Chicorée, sowie Andorn, Wermut, Gelber Enzian, Löwenzahn, Giersch, Kurkuma und Kamille.

3. Fasten

Das Fasten wird von vielen Ärzten empfohlen und zeigt erfahrungsgemäß sehr gute Erfolge in der Wirkung gegen Migräne. Es kann helfen, Kopfschmerzen und Migräne zu lindern und langfristig sogar zu heilen bzw. die Häufigkeit des Auftretens zu verringern. Es kann allerdings sein, dass es zu Beginn des Fastens zu Migräneattacken kommen könnte. Diesen Zustand kann man aber mit naturheilkundlichen Mitteln überbrücken. Auf streng abführende Maßnahmen wie Glaubersalz zur Einleitung des Fastens sollten Patienten besser verzichten. Nach dem erfolgreichen Fasten, also nach der «Reinigung» des Körpers, ist es ratsam, die Ernährung anzupassen und bestimmte Lebensmittel, die potentiell Migräneanfälle auslösen könnten, zu vermeiden.

4. Ernährung

Auch die Ernährung kann in direktem Zusammenhang mit einem Migräneanfall stehen. Viele Betroffene kennen das: isst man ein bestimmtes Nahrungsmittel, kann es in der Folge zu einem Anfall kommen. Migränepatienten sollten daher besonders bewusst auf ihre Ernährung achten und die Wirkung auf den Organismus beobachten.

Vermeiden Sie gegebenenfalls folgende Lebensmittel: 

  • Histaminhaltige Lebensmittel:

Käse (Hartkäse), Geräuchertes, Fisch in Dosen, Hülsenfrüchte, Schokolade, Kakao und Rotwein (Alkohol grundsätzlich). 

  • Tyraminhaltige Lebensmittel:

Zitrusfrüchte, Bananen, Erdbeeren, Avocado, Nüsse, Hefe, Würzmittel wie z.B.  Brühwürfel, Sojasauce.

Tyramin ist wie Histamin ein biogenes Amin, welches das Enzym Diaminoxidase blockiert. Diaminoxidase ist für den Histaminabbau zuständig.

  • Kaffee kann ein Migräneauslöser sein 
  • Reiner Zucker bzw. Süsses im Allgemeinen 
  • Weissmehl

Empfohlen sind dagegen folgende Ernährungshinweise:

  • Bioprodukte sind zu bevorzugen, denn sie enthalten wenig bis keine Konservierungsstoffe bzw. Geschmacksverstärker
  • Pflanzenbasierte Ernährung ist grundsätzlich empfehlenswert
  • Kohlenhydrate, vor allem vollwertig und in Form von Gemüse und pflanzlichen Nahrungsmitteln, möglichst in Bioqualität. Zu nennen wären hier auch alte Weizensorten wie Roggen oder Urgetreide, Dinkel und Einkorn.
  • Omega-3-Fettsäuren (Lein-, Raps- und Sojaöl, Walnüsse)
  • Magnesium kann prophylaktisch wirken (Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreidekeime, magnesiumreiches Mineralwasser)
  • Folsäure in der Prophylaxe (in Blattgemüse und weiteren Gemüsesorten)

Mehr zum Thema «natürlich wirksame Schmerzbekämpfung» können Sie auf unserer Plattform «Die Naturheilkundetage» in unserem nächsten Online-Live-Event am 30. September 2020 lernen. Sprechen Sie mit unseren Experten und informieren Sie sich in unserer Messehalle zu Produkten aus der Naturheilkunde. Melden Sie sich gerne hier und heute noch kostenfrei an. 

Quelle: Prof. Dr. Andreas Michalsen; “Mit Ernährung heilen” (Insel Verlag).

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.