Nächstes Event am 27. Oktober um 17.30 Uhr zum Thema “200 Jahre Kneipp – nicht nur cool, sondern auch hip!”

Einer der Väter der Naturheilkunde ist bekanntermaßen Sebastian Kneipp.

Sebastian Kneipp lebte im 18. Jahrhundert und war römisch-katholischer Pfarrer. Durch ihn wurde die sogenannte Hydrotherapie in Form der Kaltwassertherapie wie Wassertreten und kalte (Teil-) Bäder sehr populär. Er widmete sich aber auch anderen Bereichen der Naturheilkunde wie z.B. der Kräuterkunde und der gesundheitsfördernden Ernährungsweise.

Kneipp soll schon in jungen Jahren an einer schweren Lungenkrankheit gelitten haben, vermutlich Tuberkulose, welche er durch regelmäßige Kaltwasserbäder, 2-3 mal wöchentlich, in der eiskalten Donau bei Dillingen selbst behandelte. Zu Hause nahm er zusätzliche Halbkörperbäder und übergoß sich dabei mit Wasser. Nach eigenen Angaben konnte er aufgrund dieser Wasseranwendungen die Krankheit vollständig ausheilen.

Das beste Mittel gegen Krankheiten ist, etwas für seine Gesundheit zu tun.” (Pfarrer Sebastian Kneipp)

Aufgrund dieses Erfolges wurden tägliche Wasseranwendungen zum festen Bestandteil seines Lebens. Schon am Georgianum, wo er im Anschluss Theologie studierte, behandelte er heimlich ebenfalls an Lungenerkrankungen leidende Kommilitonen. Auch bildete er sich zum Thema der Wasseranwendungen mit einschlägiger Literatur wie Siegemund Hahn fort.

Im Jahr 1886 verfasst er sein erstes Hauptwerk “Meine Wasser-Kur”, in welchem er die Wasserheilkunde mit der Pflanzenheilkunde kombinierte.

Europaweit bekannt wurde er später in seiner Zeit als Geistlicher in Wörishofen, was unter seinem Wirken zu dem Kurort Bad Wörishofen wurde und bis heute als Wohn- und Schaffensort von Sebastian Kneipp gilt.

Dort befindet sich das Sebstianeum, in welchem man Kuren unter Anwendung der Wassertherapie und Ernährungstherapie sowie weiterer naturheilkundlicher Erkenntnisse von Kneipp durchführen kann.

Die bekannteste Anwendung von Kneipp ist bis heute wohl das Wassertreten, in welchem man bis zu den Knien in einem Tretbecken mit kalten Wasser quasi auf der Stelle tritt und abwechselnd ein Bein im Wasser, das andere Bein aus dem Wasser hält. Varianten sind das morgendliche Tautreten auf einer mit Tau bedeckten Wiese oder das Schneetreten im Winter mit jeweils nackten Füßen.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Seite des Kneipp-Bund e.V.

 

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