Essen Sie regional und saisonal!

Schon der berühmte Hippokrates prägte den Satz

“Lass Nahrung Deine Medizin sein und Medizin Deine Nahrung!”

In letzter Zeit wird in den Medien immer öfter darauf aufmerksam gemacht, dass der moderne Mensch entweder sehr viel Geld ausgibt, um sich exklusive Lebensmittel aus aller Herren Länder zu leisten oder als anderes Extrem sich möglichst billig und preiswert von Fast-Food diverser Burger-Ketten oder klassischen Dosen- und sogenannten Fertig-Gerichten ernährt.  Aktuelle Erkenntnisse zu diesem Thema beweisen, das letzt genannte Gruppe  schließlich aufgrund der resultierenden Mangelernährung bzw. dem damit einhergehenden übermäßigen und oft lange unbemerkten Konsum von Toxinen erkrankt. In der Folge wird dann wiederum viel Geld für ärztliche Behandlungen ausgegeben sowie in pharmazeutische Produkte investiert, in der Hoffnung, durch diese Massnahmen wieder gesund zu werden.

Dies ist eine klassische neuzeitliche Fehlentwicklung –  ein unkomplizierte und zugleich gesundheitserhaltende Ernährung ist bereits auf sehr einfache Art und Weise möglich: “Essen Sie regional und saisonal” – das wussten schon unsere Großeltern und diese sind oft trotz des Erlebens zweier Weltkriege erstaunlich alt geworden und waren / sind zum Teil bis in ihr hohes Alter auch noch richtig fit! Meine Urgroßmutter kochte darüber hinaus noch mit Mitte 90 selbst … auch ein entscheidender Unterschied zum heutigen Alltag: gekocht wird wenn überhaupt, mal mit Freunden am Wochenende, und dann ist es oft nur eine selbstbelegte Pizza oder Nudeln mit einer selbst gemachten Tomatensauce. Zwar nicht schlecht für den Anfang, aber mit einem klassischen Gemüsegericht ohne jegliche künstliche Zusatzstoff wie z.B. einer Fertighilfe wie Maggi- oder Knorrfix etc. kaum zu vergleichen.

Hier spielt aber auch die Regelmäßigkeit eine wichtige Rolle! Viele von uns essen jeden Tag in der unternehmenseigenen Kantine, möglichst mindestens einmal am Tag Fleischgerichte, und abends holt man sich dann vielleicht sogar noch aus Bequemlichkeit eine Pizza oder Pommes Frites mit Currywurst an der Ecke – oder man schmiert sich, wenn es hoch kommt, ein Brot, dies aber dann bevorzugt mit Wurstbelag, welcher neben diversen Zusatzstoffen u.a. oft auch Zucker enthält, was viele von uns überraschen wird!

 

Statt ständig abgepackte Lebensmittel, die ihren Namen LEBENS-MITTEL leider kaum noch wert sind, aus dem nächsten Supermarkt zu konsumieren wie z.B. Kiwis und Äpfel aus Neuseeland, welche eine wochenlange Schiffsreise hinter sich haben oder sogar teilweise schon ein ganzes Jahr alt sind, da sie noch aus der letzten Saison stammen und aufgrund der langen Lagerzeiten kaum noch Vitamine aufweisen, sowie Kartoffeln aus Afrika oder allerlei andere möglichst exotische Früchte- und Gemüsesorten wie Bananen, Mangos etc., welche fast ausschließlich in einem völlig unreifen Zustand in ihrem Anbaugebiet in fernen Ländern geerntet werden und während der Wochen oder oft Monate andauernden Transportwege wiederum mit künstlichen Konservierungsstoffen begast werden, gehen Sie doch einmal wieder gemütlich am Samstagmorgen zusammen mit Ihren/m/r Liebsten auf den heimischen Wochenmarkt, den es glücklicherweise heutzutage wieder fast in jedem Stadtteil  gibt und schauen Sie dort, was aktuell gerade hier in der Umgebung wächst und frisch im Angebot ist!

Denn es ist doch ganz logisch: Je kürzer ein Transportweg von Gemüse oder Obst ist, desto frischer und vitaminhaltiger und auch schmackhafter ist die Ware!

Kaufen Sie also auf dem Markt bei den Bauern aus der Region oder fahren Sie direkt zu deren Höfe und kaufen dort in ihren eigenen Hofläden ein. Der Hofladen sollte natürlich möglichst in Ihrer Nähe sein – aber auch das ist heutzutage eigentlich kein Problem mehr, denn viele Bauern haben sich inzwischen auf eine “direkte regionale Versorgung” der Bevölkerung eingeschossen. Lassen Sie sich von Ihrer Großmutter oder Mutter inspirieren, regionales Gemüse schmackhaft zuzubereiten oder googeln Sie einfache Millionen guter Rezepte im Internet. Orientieren Sie sich an Köchen, welche dieses Konzept ganz konkret vertreten wie z.B. Sarah Wiener. Und probieren Sie mal, wie lecker selbst gemachter Rotkohl im Gegensatz zu gekauftem schmeckt. Oder wagen Sie sich beispielsweise an das Einmachen bzw. Fermentieren von Sauerkraut heran! Kochen ist keine Hexenkunst – und Selbstgemachtes schmeckt nicht nur besser, sondern es ist viel gesünder – und man weiss, was drin ist!

Unterhalten Sie sich mit den Marktleuten … auch diese können Ihnen oft schon mit ein paar einfach Koch-Tipps aushelfen!


 Unser Tipp: Aktuell beginnt die Kohl-Saison! Probieren Sie deftige Gerichte mit den zahlreichen einheimischen Kohlsorten! Viele Rezeptseiten haben ganz moderne Variationen der “alten Klassiker” im Repertoire. Auch selbstgemachtes Sauerkraut ist ein Genuss und eine tolle Vitamin-C – Quelle im Winter und enthält darüber hinaus aufgrund der Fermentierung die für die Darmflora so wichtigen Probiotika!