Die top 5 einer gesunden Ernährungsweise nach Prof. Dr. Andreas Michalsen

Immer wieder wird bei dem Thema “Gesunde Ernährung” die Frage gestellt, welche Lebensmittel denn nun am gesündesten seien.

Unser Schirmherr Prof. Dr. Andreas Michalsen hat erst kürzlich in einem Interview darauf folgende Antworten gegeben, welche wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

Zunächst sei es gesünder, unverarbeitete, naturbelassene Nahrungsmittel den stark verarbeiteten Lebensmitteln vorzuziehen. So sei es z.B. gesünder, einen Apfel mit Schale zu essen als gekauftes Apfelmus oder ein Vollkornbrot im Gegensatz zu stark verarbeitetem Weißbrot.

Ergänzend gab er folgende Empfehlungen für die drei großen Makronährstoffe:

  • Fette

Gesunde Fettsäuren sind z. B. zu finden in pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, Leinöl oder auch Nüssen und Avocados.

  • Kohlenhydrate

Auch Kohlenhydrate, sofern sie auf Vollkornbasis beruhen, seien sehr gesund und deren Verzehr könne sogar unter Umständen im Einzelfall ernsthafte Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetes oder Bluthochdruck positiv beeinflussen. Seine Empfehlung ist es, Kohlenhydrate vor allem vollwertig und in Form von Gemüse und pflanzlichen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

  • Proteine

Auch bei Proteinen müsse letztlich differenziert werden. Grundsätzlich benötigten wir weniger Protein als allgemein angenommen, so Prof. Dr. Michalsen. Pflanzliches Protein sei zu bevorzugen. Tierisches Protein hingegen könne bei der Entstehung von z.B. Diabetes und Krebserkrankungen eine Rolle spielen und sollte daher möglichst nur in geringer Menge verzehrt werden.

Die Grundlage einer gesunden Ernährung sollte nach den Empfehlungen unseres Schirmherrn jedoch in erster Linie Gemüse bilden. Fast genauso empfehlenswert seien Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen oder Schoten. Gemüse sei um den dreifachen Faktor gesünder als Obst und zudem meist äußerst preisgünstig. Zu nennen seien hier nur als Beispiel sämtliche Kohlsorten, Wurzelgemüse und natürlich die Hülsenfrüchte.

 

Die top 5 nach Prof. Dr. Andreas Michalsen:

  • Kohl

An erster Stelle seien hier diverse Kohlsorten zu nennen, und als deren wichtigste Vertreter Brokkoli, Blumenkohl Rosenkohl und Grünkohl. Vor allem der Brokkoli könne präventiv bei Krebs und antidiabetisch wirken, hemme Entzündungen und würde das Immunsystem stärken. Bei der Zubereitung sollte das Gemüse aber nicht zu lange in Wasser gekocht werden, da es ansonsten viele seiner gesunden Inhaltsstoffe verlieren könne. Ein Geheimtipp sei, Kohl oder Brokkoli zudem vor dem Kochen klein zu schneiden und 20 Minuten stehen zu lassen, auf diese Weise würden die besonders gesunden Sulforaphane freigesetzt.

  • Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte enthalten nach Aussage von Prof. Andreas Michalsen hochwertige pflanzlichen Proteine, daneben Ballaststoffe sowie noch eine ganze Anzahl an Mikronährstoffen. Ihr Verzehr kann daher u.a. den Insulinspiegel positiv beeinflussen und auch eine förderliche Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben. Vor allem Bohnen seien zu empfehlen.

Tipp: Der Verzehr von Hülsenfrüchten und Bohnen wird oft vermieden, da sie Blähungen verursachen können. Sofern sich die Darmflora (Mikrobiom) jedoch einmal an ihren regelmäßigen Verzehr gewöhnt hat, lassen die Blähungen mit der Weile nach.

  • Beeren

Beeren zählen insgesamt zu den gesündesten Obstsorten. Sie erhalten ihre intensive dunkle Farbe durch den hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, den Athocyanen. Dies sind stark antioxidative Pigmente, welchen ein positiver gesundheitlicher Effekt zugesprochen wird. Daher seien gerade dunkle Beeren und auch Himbeeren besonders empfehlenswert.

Süße Beeren eignen sich zudem gut als Süßigkeitenersatz.

Bisher klinisch untersucht wurde die Wirkung von Blaubeeren auf Erkrankungen wie Krebs, Entzündungen allgemein, Bluthochdruck, Darmerkrankungen sowie Diabetes mit durchaus positiven Ergebnissen.

  • Nüsse

Nüsse enthalten ebenfalls hochwertige pflanzliche Proteine  und Fette. Sie sind dadurch ein ideales energiereiches Nahrungsmittel, z.B. vor und nach dem Sport oder auch bei geistiger Anstrengung. Nicht ohne Grund gibt es die Bezeichnung “Studentenfutter”. Vor allem Walnüsse sind sehr empfehlenswert aufgrund ihres hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen und Antioxidantien.

Neben Walnüssen seien auch Mandeln und Haselnüsse zu empfehlen aufgrund der in ihnen enthaltenen einfach ungesättigten Fettsäuren.

 

 

  • Vollkorngetreide

Volkorngetreide enthält Ballaststoffe, zahlreiche Mikronährstoffe und es wirkt zudem als Präbiotikum. Bevorzugen Sie möglichst gutes Getreide in Bio-Qualität. Insbesondere alte Sorten wie Roggen, Dinkel oder Einkorn enthalten weniger Gluten als herkömmlicher Weizen. Das gleiche gilt für Hafer. Auch Leinsamen ist reich an Omega-3-Fettsäuren, hat viele Ballaststoffe und einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an Phytoöstrogenen. So kann sein Verzehr sich positiv auf Bluthochdruck, den Cholesterinspiegel sowie auch bei entzündlichen Prozessen wie z.B. Rheuma auswirken.

 

Den Original-Artikel mit weiteren Informationen und Empfehlungen unseres Schirmherren finden hier

Für eine individuelle Beratung zu einer für Sie persönlich geeigneten und förderlichen Ernährung und Lebensweise sowie zu einer angemessenen Verzehrempfehlung der aufgeführten Lebensmittel wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Therapeuten. Dieser Artikel soll lediglich einen allgemeinen Überblick geben, enthält aber keine konkreten Hinweise oder Anweisung für eine individuelle Anwendung dieser.

 

Weiterführende Informationen zum Thema “Gesunde Ernährung” und spezielle Empfehlungen unseres Schirmherren Prof. Dr. Andreas Michalsen finden Sie zudem in seinem aktuellen Buch: