“Sauna – Wellness und Therapie” – unser Online-Event am 15.12. ab 17:30 Uhr

Neben den Finnen als dem Sauna-Volk schlechthin, gehen auch viele Deutsche regelmäßig in die Sauna oder ins Dampfbad, immerhin 5 Millionen Deutsche und 21 Millionen suchen eine Sauna zumindest ab und zu auf. In erster Linie suchen sie dort Entspannung, der zweithäufigste angegebene Grund ist der gesundheitsfördernde Aspekt, danach werden Spaß oder weil sie die Hitze mögen oder als sozialer Treffpunkt als Gründe angegeben.

Tatsächlich bringt ein Saunabesuch den Körper so richtig ins Schwitzen: während der üblichen zwei bis drei Saunagänge verliert man bis zu einem Liter Schweiß. Eine Temperatur zwischen 40 und maximal 110 Grad Celsius ist in Saunen üblich. Am meisten verbreitet ist in Deutschland interessanterweise die Finnische Sauna, in welcher heiße 75 bis 110 Grad Celsius herrschen.

In der Sauna arbeitet der Kreislauf auf Hochleistungsniveau. Der Körper gerät in Stress und schüttet entsprechend Stresshormone aus. Die Blutgefäße weiten sich, das Herz schlägt schneller und der Blutdruck sinkt. Um sämtliche Organe mit Blut zu versorgen, muss das Herz mehr arbeiten. Aus diesem Grund sollte ein Saunagang niemals länger als 8 bis maximal 12 Minuten dauern.

Aufgrund der hohen Temperaturen entspannen sich gleichzeitig die Muskeln in Ihrem Körper und die heiße Umgebungsluft regt die Durchblutung der Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen an. Der Stoffwechsel kommt in Schwung, ebenso wie das körpereigene Immunsystem. Die Haut kann sich bis zu 40 Grad Celsius erhitzen und der Blutfluss in dieser verdoppeln. Die Körperkern-Temperatur erhöht sich um ein bis zwei Grad Celsius.

Der entscheidende Effekt kommt im Anschluss an den Saunagang, wenn dem Körper quasi ein Kälteschock verpasst wird durch das anschließende Eisbad, den Gang ins Freie oder den kalten Ganzkörperguß bzw. die kalte Dusche. Dies führt dazu, dass sich die Blutgefäße unmittelbar wieder zusammenziehen, der Blutdruck steigt und der Körper durch diesen Effekt auf Alarm schaltet. Adrenalin und Hormone werden ausgeschüttet.

In der anschließenden Entspannungsphase schlägt das Herz schließlich gleichmäßig und langsam. Die Haut ist rosig, gut durchblutet und angenehm weich und prall von Feuchtigkeit.

Das regelmäßige Saunieren bringt vielerlei gesundheitliche Vorteile mit sich, die wichtigsten seien hier kurz erwähnt:

1. Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte

Durch den für das Saunieren typischen Wechsel zwischen Heiß (Schwitzen) und Kalt (Abkühlen) wird eine vorteilhafte Wirkung auf das vegetative Nervensystem erzielt. Zündliche Prozesse im Körper werden vermindert. Nach einer Reihe von Studien kann regelmäßiges Saunieren daher die körpereigenen Abwehrkräfte stärken und die Gefahr, an Erkältungskrankheiten oder viralen Infekten zu erkranken vermindern.

2. Schutz vor Herzrisiken

Durch den wiederholten Temperaturwechsel wird der Kreislauf angeregt, die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff wird erhöht. Regelmäßige Sauna-Besuche sollen daher sogar eine Wirksamkeit entfalten als Schutz vor Erkrankungen des Herzens und u.a. auch prozentual das Risiko senken, einen Herzinfarkt zu erleiden (so eine Studie der Universität Ostfinnland).

3. Erhöhung der Lebenserwartung

Aus der gleichen Studie geht hervor, dass regelmäßige Saunieren zudem die Lebenserwartung erhöht. Es konnte jedoch nicht konkret festgestellt werden, welche Aspekte hierfür in welchem Maße kausal waren, ob es an der Entspannung, den häufigen Temperaturwechseln oder Geselligkeiten und weiteren Gründen lag. Je häufiger eine Sauna während der Woche aufgesucht wurde und je länger die einzelnen Saunagänge dauerten, desto mehr stieg die individuelle Lebenserwartung prozentual an.

4. Verbesserung des Hautbildes

Das Saunieren verbessert zudem das Hautbild. Durch die Erweiterung der Blutgefäße und der stärkeren Durchblutung wird die Haut mit mehr Sauerstoff versorgt. Bei der anschließenden Abkühlung verengen sich die Blutgefäße wieder. Durch dieses Gefäß-Training wirkt die Haut frisch und rosig und insgesamt schöner und gesünder. Sauna wirkt wie ein Peeling, abgestorbene Hautschüppchen werden entfernt, trockene Haut kann durch die hohe Luftfeuchtigkeit in der Saune mehr Feuchtigkeit speichern, was der Faltenbildung entgegen wirkt. Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Akne oder Neurodermitis können durch regelmäßige Saunabesuche ebenfalls profitieren.

5. Positive Wirkung auf die Atemwege

Von der feuchten und heißen Luft profitieren insbesondere die Bronchien, die Schleimhäute werden besser durchblutet. Asthma und chronische Bronchitis wird positiv beeinflußt durch diesen Effekt und den Temperaturwechsel zwischen Heiß und Kalt. Gerade in der Hitze der Sauna soll tieferes Durchatmen als anderswo möglich sein.

6. Weitere positive Wirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden

Schließlich entspannen sich beim Saunieren auch die Muskeln, Muskelkater kann dadurch vorgebeugt werden. Insgesamt verbessert Saunieren das Wohlbefinden, die Produktion von sogenannten Glückshormonen wie Serotonin und Endorphinen wird angeregt. Durch den erhöhten Serotoninspiegel hat das Saunieren zudem eine schlaffördernde Wirkung. Auch kann so Kopfschmerzen, insbesondere chronischen Spannungs-Kopfschmerzen vorgebeugt und diese gemildert werden, wie u.a. eine Studie belegte.

Weiterführende medizinische Informationen zu den gesundheitlichen Vorteilen regelmäßiger Saunabesuche erhalten Sie bei unserem Online-Event am nächsten Donnerstag, den 15.12. ab 17:30 Uhr!

 

 

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